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Wels (Fisch)aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Der Wels oder auch Waller (Silurus glanis) ist ein Süßwasserfisch mit einem breiten, flachen Kopf mit weitem Maul, zwei langen Bartfäden (Barteln) am Oberkiefer und 4 kürzere Barteln am Unterkiefer, einer langen und bis zur Schwanzflosse reichenden Afterflosse, einer kleinen und relativ weit vorne sitzenden Rückenflosse. Welse werden bis zu 80 Jahre und haben ein sehr gutes Gehör. Der Rogner (weiblicher Fisch) produziert bis zu 30.000 Eier/kg Körpergewicht. Der Milchner (männlicher Fisch) bewacht das Nest bis die Brut schlüpft, dies dauert je nach Wassertemperatur 3-10 Tage. Der Wels bewohnt bevorzugt große, warme Seen und tiefe, langsam fließende Flüsse. Er hält sich bevorzugt in seinem Unterschlupf auf, welche unterspülte Ufer, versunkene Bäume, etc. darstellen. Der Wels nimmt seine Nahrung bevorzugt im Freiwasser oder an der Oberfläche auf, was man an seinem oberständigen Maul erkennen kann. Welse sind Speisefische und werden auch in Fischteichen gehalten. Schmackhaft ist jedoch nur das Fleisch von jüngeren Exemplaren. Der Wels kommt in weiten Teilen Mittel-, Süd- und Osteuropas vor. Mit einer Gesamtlänge von bis zu 3 Metern und einem Maximalgewicht von über 150 kg ist er der zweitgrößte einheimische Süßwasserfisch hinter dem Stör. Allerdings sind solche Längen extrem selten und konnten im letzten Jahrhundert nicht nachgewiesen werden, ein einigermaßen glaubwürdiger Bericht über einen Stör dieser Größe liegt nur aus dem 19. Jahrhundert vor. Die meisten Welse sind nur etwa 1,30-1,60m lang, Tiere von mehr als 2m sind ausgesprochen selten. Nur ausnahmsweise erreicht der Wels bei optimalen Lebensbedingungen Längen von deutlich mehr als 2m, etwa wie der Kiebinger Rekordwels von 2,49m und 89kg. Übertroffen wurde dieser Riese von einigen noch etwas größeren Exemplaren aus Frankreich, Spanien (Ebro), Italien (Po) und Griechenland, wo dieser Fisch vor einigen Jahrzehnten ausgesetzt wurde, und dank des günstigens Klimas, mangelnder Konkurrenz und guter Nahrungsversorgung extrem gut wächst. Ob sich hier eine ähnliche ökologische Katastrophe anbahnt wie die im Viktoria-See in Afrika, wo Nilbarsche (als Viktoria-See-Barsch im Handel erhältlich) ausgesetzt wurden, und innerhalb kürzester Zeit unzählige Arten komplett ausgerottet, und das gesamte Ökosystem zerstört haben, bleibt abzuwarten, die Gefahr scheint hier aber geringer. Trotzdem ist das Einsetzten fremder Arten fast in jedem Fall eine Belastung für das jeweilige Ökosystem. Er ernährt sich von Würmern, Schnecken, Insekten, Krebsen und Fischen sowie mit zunehmender Größe auch von Fröschen, Mäusen, Ratten, Vögeln und Enten. Verwandte Arten
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